Serendipity - Die Erlebnisbuchhandlung

Serendipity - Die Erlebnisbuchhandlung

Serendipity – manchmal beginnt eine Geschichte, bevor man es überhaupt merkt

Wenn ich heute darüber nachdenke, wie ich zu meiner Buchhandlung gekommen bin, könnte man meinen, der Name hätte von Anfang an festgestanden, weil alles genau darauf hinauslief.

Ganz so war es natürlich nicht.

Die Geschichte begann Jahre zuvor. Wegen einer Therapie meiner Tochter war ich in Boppard unterwegs. Und weil ich Bücher liebe, konnte ich an einer Buchhandlung natürlich nicht einfach vorbeigehen.

Also ging ich hinein.

Ich mochte diese kleine Buchhandlung sofort. Sie hatte eine besondere Atmosphäre, und die damalige Inhaberin empfahl mir ein Buch: „Die Sammlerin der verlorenen Wörter“.

Ich nahm es mit – und liebte es.

Danach passierte etwas vollkommen Unspektakuläres und gerade deshalb vielleicht Besonderes: Das Buch blieb bei mir. Über Jahre. Es lag auf meinem Tisch, neben mir und manchmal diente es sogar ganz profan als Unterlage für meine Maus. Es gehörte einfach zu meinem Alltag.

Der Gedanke an eine eigene Buchhandlung war damals schon hin und wieder da. Er tauchte auf und verschwand wieder. Ein schöner Gedanke – aber eben ein Gedanke.

Bis zu einer dieser Fahrten nach Boppard.

Der Weg von uns dorthin ist kurvenreich, und wir waren wieder auf dem Weg zur Therapeutin meiner Tochter. Ich wusste eigentlich ziemlich genau, was uns an diesem Tag erwarten würde. Und irgendwo zwischen all diesen Kurven kam plötzlich dieser Gedanke zurück:

Warum frage ich nicht einfach einmal nach einem Praktikum in dieser kleinen Buchhandlung?

Nicht nach einer eigenen Buchhandlung. Nicht nach einer Übernahme.

Nach einem Praktikum.

Nach dem Termin waren wir wieder zu Hause und ich setzte mich hin, um im Internet die Telefonnummer des Bopparder Buchladens herauszusuchen.

Ich fand die Telefonnummer.

Aber ich fand noch etwas anderes.

Einen Artikel im Börsenblatt: Der Bopparder Buchladen suchte eine Nachfolge.

Ich hatte mit niemandem darüber gesprochen. Ich hatte keinen großen Plan ausgearbeitet und mir nicht wochenlang überlegt, ob ich das wirklich tun sollte.

Ich rief einfach an.

Und sagte sinngemäß:

„Eigentlich wollte ich fragen, ob ich bei Ihnen ein Praktikum machen kann. Aber jetzt bewerbe ich mich um die Nachfolge Ihrer Buchhandlung.“

Es folgten einige Treffen.

Und irgendwann klingelte mein Telefon.

Ich bekam die Buchhandlung.

Der Name war längst da

Dass meine Buchhandlung Serendipity heißen würde, musste ich nicht mehr überlegen.

Auch dieser Name war nämlich schon lange vor der Buchhandlung in mein Leben gekommen.

Durch verschiedene Zufälle hatte ich meine beiden Nachbarinnen besser kennengelernt. Eine von ihnen erzählte irgendwann von dem Film Serendipity und dem kleinen Café Serendipity.

Ich liebe diesen Film.

Und so entstand zwischen uns irgendwann der Satz: Wenn ich tatsächlich einmal eine Buchhandlung eröffnen sollte, dann heißt sie Serendipity.

Damals war das noch eine Idee für ein vielleicht irgendwann.

Als aus dem Vielleicht tatsächlich eine Buchhandlung wurde, gab es für mich deshalb keinen anderen Namen.

Serendipity.

Das glückliche Finden von etwas, nach dem man eigentlich gar nicht gesucht hat.

Ich glaube, passender könnte ein Name für meine Buchhandlung kaum sein.

Denn ich wollte lediglich eine Telefonnummer finden, um nach einem Praktikum zu fragen.

Gefunden habe ich meine Buchhandlung.

Und warum „Die Erlebnisbuchhandlung“?

Auch dieser Zusatz stand für mich fest.

Denn Bücher liest man nicht einfach nur.

Man erlebt sie.

Wir tauchen in Geschichten ein, lernen Menschen kennen, die es nur auf dem Papier gibt, reisen an Orte, an denen wir vielleicht niemals waren, lachen, rätseln, fürchten und hoffen mit ihnen.

Aber ein Buch endet für mich nicht mit seiner letzten Seite.

Wenn wir anschließend darüber sprechen, erleben wir es noch einmal – manchmal sogar ganz anders. Jemand anderes hat eine Figur völlig anders wahrgenommen. Eine Geschichte löst eine Diskussion aus. Eine Empfehlung führt zum nächsten Buch.

Und manche Bücher machen noch viel mehr.

Sie bringen uns auf eine Idee. Wir kochen etwas nach, entdecken einen Ort, werden kreativ, probieren etwas aus oder beschäftigen uns plötzlich mit einem Thema, über das wir vorher kaum nachgedacht haben.

Aus einem Buch entsteht ein neues Erlebnis.

Genau dafür soll Serendipity ein Ort sein.

Für Bücher natürlich. Aber genauso für Gespräche und Begegnungen, fürs Vorlesen und Zuhören, für Lesungen, fürs gemeinsame Entdecken, für Kinder und Jugendliche, für Ideen und manchmal auch für Dinge, bei denen man zunächst gar nicht vermutet hätte, dass sie in einer Buchhandlung passieren.

Und natürlich für das Schönste, was einem in einer Buchhandlung passieren kann:

Man kommt herein und sucht vielleicht etwas ganz Bestimmtes.

Dann fällt der Blick auf ein Buch, von dem man noch nie gehört hat. Jemand empfiehlt eine Geschichte, die man selbst niemals ausgewählt hätte. Man nimmt sie mit.

Und wer weiß, was daraus entsteht.

Bei mir war es einmal „Die Sammlerin der verlorenen Wörter“.

Jahrelang lag dieses Buch neben mir auf dem Tisch.

Damals konnte ich nicht wissen, dass ausgerechnet die Buchhandlung, in der es mir empfohlen worden war, eines Tages meine eigene sein würde.

Vielleicht ist genau das Serendipity.

Manchmal findet man etwas, von dem man noch gar nicht wusste, dass man danach gesucht hat.

Willkommen bei
Serendipity – Die Erlebnisbuchhandlung.

Serendipity - Die Erlebnisbuchhandlung

Oberstr. 98
56154 Boppard
06742 2482
Info@erlebnisbuchhandlung-boppard.de
Webseite

Öffnungszeiten

Montag: Geschlossen
Dienstag: 10:00-18:00 Uhr
Mittwoch: 10:00-18:00 Uhr
Donnerstag: 10:00-18:00 Uhr
Freitag: 10:00-18:00 Uhr
Samstag: 10:00-13:00 Uhr
Sonntag: Geschlossen

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